Der Frauenverein Männedorf berichtet

Wüsse & Gnüsse: Besuch der ältesten Seilerei der Schweiz

17 Frauen fahren am 27.8. nach Winterthur, und zwar in die älteste Seilerei der Schweiz. Das 4m breite und 100m lange Gebäude hat eine lange Geschichte hinter sich – und sie dauert noch an.

Die Seilerei wurde 1878 gegründet, also 35 Jahre vor der Elektrifizierung. Damals wurden noch alle Seile von Hand gedreht. Seit 1927 trägt die Seilerei den Namen Seilerei Kislig. Vor ca. 30 Jahren kam der gelernte Zimmermann und spätere Architekt Martin Benz als Kunde in diese Seilerei, verliebte sich in diesen Beruf, startete eine Seiler-Lehre und übernahm die Seilerei vor 25 Jahren vom damaligen, über 80jährigen, Besitzer.

Noch heute dreht, flechtet und knüpft er Seile zwischen 0.4mm und 10cm Durchmesser aus Leine, Sisal, Jute, stellt Netze für Spielplätze her, Gurte und vieles mehr. Die Seilerei Kislig gilt als Naturfaserspezialist und wir erfahren viel über die Vor- und Nachteile der diversen Materialien. Beeindruckt sind wir auch von den alten, teils über 100jährigen Maschinen, den sieben verschiedenen Spulensystemen und vor allem von der Seile-«Fernbedienung», die quer durch den 100m langen Bau geht.

Das Seil, welches wir in Gemeinschaftsarbeit herstellten, kann von jedermann am Verkaufsstand vom Christchindlimärt bestaunt werden.

Eva

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