Der Frauenverein Männedorf berichtet
Unterwegs mit Ursula: Schneeschuhtour Weissenberge GL
In der Ausschreibung hiess es: gute Kondition, 4-4,5 Stunden Wanderzeit, 580 Höhenmeter und kalt. Einige von uns sagten im Zug zueinander, sie seien nicht sicher, ob sie das schaffen werden, aber meistens sei man ja glücklich am Abend. Und so war es auch! Denn ein Teil des Angekündigten kam ganz anders heraus!
Als wir mit der Gondelbahn von Matt aus oben ankamen und schon nach wenigen Metern aus dem Schatten in die Sonne traten, da wurde es bald frühlingshaft warm. Den ganzen Tag verbrachten wir unter strahlend blauem Himmel und auf glitzerndem Schnee.
Zuerst ging es stetig aufwärts, und zwar mit der Zeit so steil, dass wir die Steighilfen aufklappten. Und so ging über verschiedene Hänge hinauf, durch kleine Waldstücke und mit immer wieder neuen Aussichten in die anderen Berge. Pausen waren länger nicht gefragt. Es hiess: „Nein jetzt noch keine Pause, wir sind so schön im Rhythmus.“
Wir waren am Schluss dankbar, dass kein Fehltritt passiert ist, ausser dass zwei von uns ein wenig Pech hatten. Bei einer von uns zerbröselten plötzlich ihre Stockteller und fielen ab, und eine andere setzte sich so unglücklich auf ihren Stock im Schnee, dass er zerbrach. Aber solches konnte die gute Laune nicht trüben.
Überraschend schnell kamen wir oben an.
Bei einem Chalet konnten wir an die Holzwände gelehnt picknicken. Es war so warm in der Sonne, dass wir Jacken und Mützen ablegen konnten.
Nach der Mittagspause ging es auf einem anderen Weg rasant die steilen Hänge wieder hinunter. Der Schnee war stellenweise sulzig und schwer geworden, wie sonst im März. Das bewirkte, dass man fast bei jedem Schritt rutschte, was nur die einen sehr lustig fanden.
Auch hier kamen wir unerwartet schnell unten an. Wir hatten im Ganzen statt der 4,5 Stunden reine Wanderzeit, die so bei Schweiz Mobil angegeben waren, die Tour in nur drei Stunden geschafft! Wenn das kein Grund zur Freude und zum Stolz von uns allen war!
Zum krönenden Abschluss genossen wir im Restaurant auf der sonnigen Terrasse fröhlich Kaffee/Tee/chalti Schoggi und hausgemachten Kuchen. Der Favorit war hier ein bisher unbekannter Zimtschnecken-Kuchen!
Wir alle waren erfüllt von Dankbarkeit unserer Führerin Ursula gegenüber. Sie hat diese wunderbare Rundwanderung geplant, und während dem Gehen war sie immer für alle präsent, half sofort, wenn etwas mit einer Bindung oder einem Stock war, und achtete darauf, dass die Pausen auch für die letzten immer genügend lang waren.
Ein grosses Dankeschön, liebe Ursula, es war wunderschön!
Marjoline Roth